Flüsse in Spanien

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Flüsse in Spanien

Fluss in Spanien

Phillip

In den heißeren und trockeneren Zeiten des Jahres haben die spanischen Flüsse trockene Flussbetten. Aber falls sie dann noch Wasser führen, ist die Strömung oft sehr schnell, was zur Stromerzeugung genutzt wird. Die Flüsse in Spanien werden jedoch nicht nur zur Stromerzeugung verwendet; auch für die fruchtbaren Böden und die Schifffahrt sind sie sehr wichtig.

Dies sind die 10 längsten Flüsse in Spanien:

Platz

Fluss

Länge (km)

1

Tajo

1.007

2

Ebro

910

3

Duero

895

4

Guadiana

657

5

Guadalquivir

578

6

Júcar

498

7

Genil

337

8

Segura

325

9

Miño

310

10

Turia

280

Von den fünf größten Flüssen in Spanien fließen der Tajo, Duero, Guadiana und Guadalquivir nach Südwesten in den Atlantik, während der Ebro bei Tarragona in das Mittelmeer fließt.

Der Fluss Tajo ist der längste Fluss der Iberischen Halbinsel. Er entspringt in den Bergen östlich von Madrid und fließt durch Teruel und Toledo in Zentralspanien, über die spanisch-portugiesische Grenze bis nach Lissabon, wo er ins Meer mündet. Auch wenn es ein großer Fluss ist, ist die größte Siedlung an ihm die relativ kleine Stadt Toledo, da viele Teile des Flusses durch steile und felsige Täler verlaufen, die für Siedlungen gänzlich ungeeignet sind. Zudem wurden hier viele Dämme und Reservoirs gebaut, um Strom für das Land erzeugen zu können.

Auch wenn der Ebro nicht der längste Fluss Spaniens ist, so ist er doch der wasserreichste Fluss in Spanien. Entspringend bei Pico de los Tres Mares fließt er durch Cantabria und mündet schließlich ins Mittelmeer bei Tarragona, wo sich das Ebro Delta auf einer Fläche von 320 Quadratkilometern befindet. Hier, in einem der größten Feuchtgebiete Europas, werden Zitrusfrüchte, Gemüse, und vor allem Reis angebaut. Aufgrund des Klimawandels und des höheren Risiko eines Anstiegs der Meeresspiegel nimmt die Landwirtschaft jedoch ab, da die Bauern Angst vor einer gänzlichen Überflutung des Gebiets haben. Auch in der Geschichte war der Ebro von Bedeutung: Einst war er die Grenze zwischen dem Römischen Reich nördlich des Flusses und dem Reich der Karthager südlich davon.

Viele der spanischen Flüsse nähren und bewässern das fruchtbare Land, das für den Anbau von Oliven, Trauben und anderes Obst und Gemüse genutzt wird. Einer der bekanntesten spanischen Flüsse ist der Guadalquivir, der als Wasserquelle für ein besonders fruchtbares Tal Andalusiens dient, und somit wertvolles Agrarland sichert. Der Name Guadalquivir kommt aus dem arabischen Al-Wadi Al-Kabir, was so viel wie “der großartige Fluss” bedeutet. Er fließt durch Sevilla und Cordoba. Zudem ist es für Schiffe möglich, manche Teile des Flusses im Inland zu befahren, weshalb Sevilla der einzige inländische Hafen in Spanien ist. Der Guadalquivir nährt auch den Nationalpark Coto Doñano, ein wichtiger Zufluchtsort für Vögel.

Der Fluss Duero nährt ebenfalls ein landwirtschaftliches Gebiet, die Uferlandschaft Ribera del Duero, die berühmt für ihre preisgekrönten Rotweine ist. Der Duero fließt von Soria in der nördlichen Mitte Spaniens bis nach Portugal, durch die nördliche Meseta und die Stadt Zamora. Sein Delta ist besonders groß und bedeckt 16% des spanischen Festlands.

Spanien ist ein Land mit enormer geographischer Vielfalt, in der Flüsse eine große Rolle spielen. Sie tragen nicht nur zur wunderschönen Landschaft bei, sondern auch zur Bewässerung der fruchtbaren Ebenen, zur Stromerzeugung und zum nationalen Gütertransport.

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